Großalarm auf dem Logistikzentrum Rheindeichstraße

Großaufgebot von Sicherheitskräften auf dem Logistikzentrum Rheindeichstraße

Samstagabend, den 7. Juli, führte ein Alarm auf dem Gelände des Logistikzentrums Rheindeichstraße zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehrkräften. Gegen 23:45 Uhr beteiligten sich ca. zehn Fahrzeuge der Feuerwehr, inclusive eines des RTW sowie drei Polizeifahrzeugen (RTW = Rettungstransportwagen). Insgesamt waren zwischen 40 und 50 Einsatzkräfte vor Ort.

Nach den dürftigen Auskünften der Polizei wäre die mittlere Halle von dem Großalarm betroffen gewesen, in der das Unternehmen Ericson untergebracht ist. Ericson betreibt auf dem Gelände die Lagerung, Umbau und den Vertrieb von Elektronikbauteilen. Die Anrainer und die Bürgerinitiative „Die Hornitexter“ vermuten bei den Logistikleistungen des Unternehmens auch den Umgang mit Lithiumbatterien. Ein brisantes Material, das im Umgang als höchst risikobehaftet gilt. Beim Transport sind Lithiumbatterien als Gefahrgut eingestuft, die bereits häufiger zu schwerwiegenden Zwischenfällen führten.

Auf Anfrage eines Anrainers des Gewerbegebietes, warum man bei einem „Fehl-Alarm“ so lange vor Ort bliebe, gab es als Antwort: „…dass man eben sicher gehen wolle“ und die Lagerung von Lithiumbatterien der Grund sei „warum man so genau prüfe“.

Gerade im Hinblick auf die direkte Nähe zu einem Störfallbetrieb lässt das Gefahrenpotential die Anrainer des Logistikzentrums nicht ruhig schlafen. Das vom Hallenkomplex in 45 Metern entfernte Tanklager wäre in einem Brandfall höchst gefährdet. Eine Anzeige der BI gegen die Stadt Duisburg wegen der erteilten Betriebserlaubnis trotz (möglicher) Mängel bei der baulichen Umsetzung des Brandschutz- und Löschanlagenkonzeptes vom 19.04.2018 wurde bis heute von der Bezirksregierung Düsseldorf (der Regierungspräsidentin) nicht beantwortet.

Gegen 00:15 Uhr rückten die Einsatzkräfte nach und nach wieder ab. Ein Löschzug besteht normalerweise aus drei oder vier Fahrzeugen. Holger W., ein Anrainer des Gewerbegebietes, dazu: „An einem solchen Großaufgebot sieht man, wie ernst die Feuerwehr einen Alarm nimmt, was wiederum Rückschlüsse auf die Gefahr, die von dem Logistikzentrum ausgeht, zulässt.“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s