Die Zusammenkunft der Bürgerinitiative war ein voller Erfolg!

Bild geplantes Logistikgelände
Der Saal der Kirchengemeinde, den die Bürgerinitiative „Die Hornitexter“ vom Gemeindebüro zur Verfügung gestellt bekommen hatte, platzte aus allen Nähten. Immer wieder mussten die Veranstalter zusätzlich Sitzplätze herbeiholen, um dem Andrang der Betroffenen aus dem Bezirk nachzukommen. Die Begrüßung wurde wegen des Andrangs mehrmals unterbrochen, um dann in einen kurzen Überblick überzugehen, der über die bisherige Arbeit der Initiative berichtete. Schon während dieses Programmteils wurden viele Fragen aus dem Publikum gestellt und unter den Anwesenden diskutiert. Zum Beispiel, ob der Entwickler des Gewerbegebietes überhaupt die Überplanung eines Landschaftsschutzgebietes durch seinen Bebauungsplanentwurf mit acht Hallenbauten einbeziehen darf, wo doch der dafür zugrundeliegende und aktuelle Flächennutzungsplan dies ausschließt. Während der Vorstellung, der bereits von der BI geleisteten Arbeiten, wurden mehrere Alternativen zur Nutzung des Geländes vorgeschlagen. Es wurde klargestellt, dass durch eine Spedition oder einen noch nicht erkennbaren Ankermieter, der das Gelände zu seinem Verteilungszentrum ausbauen würde, schwere Belastungen durch aufkommenden Verkehr für Umwelt und Menschen im Umkreis des Entwicklungsgebietes führt. Auch die Nutzung der Eisenbahnstrecke entlang des Gewerbegebietes stand im Focus der Diskussion. Man kann annehmen, dass der Schienenverkehr mit all seinen Folgen zunehmen wird.

Aus dem Teilnehmerkreis kam der überraschende Hinweis, dass eine Antragstellung zum Betreiben einer Abraumdeponie in Baerl vorläge. Dies würde zu zusätzlichen immensen Verkehrsbelastungen im Bereich der Rheindeichstraße führen.

Die in der Bürgerinitiative zusammengeschlossenen Homberger und Baerler wollen sich nicht mit den bislang unzureichenden Auskünften seitens der Behörden zufriedengeben. Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und an die Bezirksregierung in Düsseldorf wurden bisher von den Adressaten auf die lange Bank geschoben, ohne Antworten auf die Fragen der BI zu geben. Damit stellt sich uns die Frage, ob die politischen Gremien für den Bürger da sind, oder ob sie anderen Interessen folgen. Die Bürger müssen sich permanent mit Vertröstungen zu ihren Eingaben zufriedengeben. Es ist klar, dass der Oberbürgermeister in der Pflicht steht, Stellung zu nehmen statt auszuweichen.

Unter den Mitstreitern der Bürgerinitiative wurden viele Vorschläge gesammelt, die die Arbeit um den Erhalt der Grünzone zwischen Uettelsheimersee und Rheinaue unterstützen und vorantreiben sollen. Als dringender Punkt gilt zunächst die für den nächsten Montag anberaumte Beiratssitzung der Unteren Landschaftsbehörde im Rathaus Duisburg.

Bei diesem Termin soll u.a. über die Frage entschieden werden, ob die Preisgabe eines landschaftlich geschützten Bereichs nördlich der Gewerbefläche dem Investor für sein Logistikprojekt anheim fallen soll, oder für die Bürger und ihrem Rheinvorland erhalten bleibt. Von den Sprechern der BI wurden die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Beiratssitzung aufgerufen. Den Sprechern der Bürgerinitiative wurde außerdem vom Auditorium in Auftrag gegeben eine Petition zu erarbeiten, denen sich die Bürger und Bürgerinnen im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl (und darüber hinaus) per Unterschrift anschließen können.

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